730 Tage unterwegs!

Uiiiiiii!

03.03.2019 – 03.03.2021
2 Jahre ist es nun her, seitdem ich die Schweiz verlassen habe. Wie gewohnt 😉 kannst du nun eine Zusammenfassung des neuen Jahres Lesen.
Übernachtungen:
Wildcampen: 184 + 60 = 244

Campen im Vietnam ist anspruchsvoll! Fast keine freien Grasflächen, alles voller Reisfelder und Häuser. Dazu kommt die Hitze und der Regen. Ruhige Nächte ohne irgendwelche Zwischenfälle sind hier eher die Ausnahme.

Felder, Felder, Felder!

Campingplätze: 6 + 0 = 6
Ich weiss nicht, ob es sowas hier gibt. ^^
Hostel und Hotel: 36 + 40 = 76
Die Nächte in bezahlten Unterkünften haben sich fast verdoppelt. Da ich nur 6 Monate Reisezeit hatte. Geschuldet vor allem durch die hohen Temperaturen und teilweise unmöglichen Geländebedingungen. Aber auch 2 Monte zu zweit unterwegs zu sein, macht es attraktiver mal im Hotel zu schlafen, da man sich den Preis teilen kann.
Selbstorganisierte Häuser: 8 + 3 = 11
Einmal wurde ich von der Polizei am Abend in der Grenzregion aufgegriffen. Nach Kontrolle wurde mir ein Hotelzimmer für umsonst angeboten, da sie nicht wollten das ich Campen gehe.
Einladungen: 13 + 2 = 15
Zweimal von herzlichen Farmen im Nirgendwo aufgefunden worden und anschliessen eingeladen. Eine Freundin reist gerade alleine mit dem Fahrrad durch den Vietnam. Sie erzählte mir das sie fast Täglich eingeladen wird und sie sich teilweise schon fast wehren muss nicht mit gehen zu müssen. Es spielt wohl eine grosse Rolle, ob eine Frau oder Mann alleine reist. Mir persönlich spielt das aber keine Rolle, da ich eingeladen zu werden eher anstrengend finde. Schliesslich hat man meistens einen langen Tag hinter sich und will eigentlich nur Essen und Schlafen und nicht noch grosse Konversationen führen, falls dies überhaupt möglich ist.

Gaestehaus.

Couchsurfing und Warmshower: 10 + 1 = 11
Erste Nächte in Hanoi nach Ende meiner Nordschleife.
Apartments, Häuser welche ich gemietet habe: 0 + 5 = 5
Im letzten Jahr war das nie eine Option in meinen Gedanken, nun muss ich aber diese Kategorie einführen. Ich war in diesem Jahr 6 Monate stationär. 2 Davon in Dalat und 4 in Hanoi. Seit Januar habe ich einen 6 Monat Mietvertrag in Hanoi.

Mein Balkon in Hanoi.

Etappen und Distanzen:
19’045 Kilometer. 3’828 Kilometer sind dazugekommen. Plus 4’065 Motorradkilometer. 237+63 = 300 Etappen Der Schnitt liegt in diesem Jahr bei etwa 60 Kilometer pro Reisetag. Schon noch faszinierend für mich: In 3 Wochen Motorrad habe ich gleichviel Kilometer gemacht wie in 6 Monaten Fahrrad. Neuer Etappen Rekord: 185 km und 2000 Höhenmeter in einem Tag. Oder eigentlich zwei Tage denn ich bin um 08:00 losgefahren und um 02:00 an meinem Ziel angekommen. Würde ich das wieder tun? Wohl nicht, aber war irgendwie schon recht geil. Meine Beine waren durch die Hitze und Schweiss wundgerieben und ich konnte am nächsten Tag nicht mehr so gut laufen. Das war im Juli mit 40 Grad Lufttemperatur.

https://michaweitweg.travelmap.net/

Temperaturen:

Keine Werte, welche die Vorherigen übertreffen würden. (-10 bis 50 Grad) Aber trotzdem um die gefühlte 0 Grad bis 40+. Die 40 Grad hier waren anstrengender als die 50 in Turkmenistan. Das hängt vor allem mit der Luftfeuchtigkeit zusammen. Auch ist die Sonne hier aggressiver.

Selbst ohne Aussenzelt war es nicht immer angenehm.

Geplante Verkehrsmittel:

2x Zug Angenehm damit zu Reisen, gerade durch die Erfahrung von China. Auch ist es viel einfacher hier. Ich hatte sogar eine volle Flasche Benzin dabei und niemand hat es interessiert.

4x Bus Kommt auf den Bus darauf an. Es gibt VIP Sleeper Busse. Mit privaten Kojen und sogar genug Platz, Beine Strecken ist aber trotzdem kein Thema, höchsten ein Bisschen wenn man diagonal liegt. Busfahren sind aber immer stressig, man kann nicht aufstehen oder auf die Toilette gehen. Ich bevorzuge mein Rad. Ich war froh als meine Zeit als Backpacker vorbei war. Dieser Reisestil passt einfach nicht zu mir.

1x Motorrad Leider hatte ich den falschen Moment erwischt, gerade als das ganze Land langsam in einen Lockdown rutschte. Hätte es bevorzugt mit dem Rad unterwegs gewesen zu sein. War bisschen verschwendetes Geld. Hat mir aber geholfen unabhängiger zu sein. So konnte ich mehr Wasser und Essen dabei haben.

Ein paar Lastwagen, welche mir halfen auf den Berg zu kommen. Ein Klassiker, sich am Ende des Gefährts festzuhalten. (Nicht in Europa zu empfehlen Dieses Jahr, habe ich nie Autos gestoppt, um schneller am Ziel zu sein.

Und zu Fuss.

Nicht geplante Verkehrsmittel:

Ich wurde einmal mit einem Motorrad abgeschleppt, mit einem Seil zog mich der Mann kleine Feldwege hoch. Ich bin nicht gefahren, sondern lief neben dem Rad her. Um es sicher nach oben zu bringen.

Unfälle:

Solche Sachen mache ich doch nicht. Ab und zu Glück gehabt, aber das brauchen wir alle mal im Leben.

Defekte und Ersatzteile:

Zwei Platten in Hanoi. Hoher Bremsklotzverbrauch, durch das ständige auf und ab im Norden. Glaube es waren 5 Sets, habe aber auch leider nicht die gleichen gefunden wie zuvor, diese waren weicher. Im Moment brauche ich ein Set, was ich in Kasachstan gekauft habe. (Auch schon wieder über ein Jahr her)

Verletzungen und Krankheiten:

Mag mich an nichts Spezielles erinnern. Bissel kränkeln ab und zu, so wie halt jeder.

Länder:

Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir hier eine starke Rezession Gerade mal noch 4.5% der Anzahl letzten Jahres konnte erreicht werden. Und zwar genau ein Land: Vietnam. Ich bin hier seit 20.03.2020, also offiziell habe ich nicht einmal ein neues Land bereist in meiner 03.03.20-03.03.21 Periode. Dafür sammle ich fleissig Visaverlängerungsstempel. Ganze 8 habe ich schon. Da die Vietnamesischen Behörden nicht gut im Zielen sind, benutzen sie für meinen Geschmack zu viel Platz. Gerade mal 3 Stempel pro Seite. Wenn das so weiter geht, werde ich in 5.5 Jahren einen neuen Pass brauchen. Aber so lange werde ich wohl nicht hier bleiben. Zum Vergleich: Kasachstan und Kirgistan, bringen 8-10 Stempel auf eine Seite. Das würde dann sogar das Ablaufdatum des Passes übersteigen.

We are the Champions – Queen:

In Sapa mit Thao zusammen: Als Feier für die Bezwingung des höchsten Passes in Vietnam. Stürmischer Tag, mit viel Regen und kaltem Wind. Wir nennen diese Etappe „the long black night“ Zur Feier einer bestandenen Masterprüfung einer Freundin hier in Hanoi. Und wie gewohnt enden wir die Zusammenfassung mit dem Wetter.

Wetter:

Nur in einem Land zu sein macht es natürlich schwieriger grosse Zahlen zu erreichen, als wenn man ganze Kontinente durchquert. Trotzdem hat der Vietnam starke Unterschiede in den Wetterbedingungen und ist nicht ein einfaches Land um ein Wildcampstil zu leben. Gerade die erdrückende Hitze in den Sommermonaten macht es unmöglich zu Campen und zwang mich regelmässig in Hotels zu übernachten. Auch passte ich mein Fahrtag an und war teilweise schon zwischen 04:30-05:00 im Sattel um die kühleren Morgen stunden zu nutzen. Das waren auch ganz schöne Stimmungen, das Leben langsam erwachen zu sehen. Bis dann ab 07:30 die Sonne erbarmungslos auf mich hinunter brannte. Schwierige Zeiten. Glücklicherweise, habe ich die meisten Regenzeiten stationär verbracht. Campen in diesen Monaten muss Schrecklich sein. Es ist unmöglich die Sachen trocken zu halten, oder Nasse Sachen wieder zu trocknen. In Hanoi gib es den Ausdruck: „moldy march“ wo sich Schimmel sehr wohl fühlt. Freue mich schon darauf.

Womit ich nicht gerechnet hätte, das es im Norden und auch in Hanoi, ziemlich kalt wird. Es waren schöne Monate mal wieder alle Kleider benutzen zu können.

Erstes Mal Haare geschnitten.

Ich habe jetzt eine Galerie mit Fotozusammenfassungen der verschiedenen Laendern. https://michaweitweg.blog/galerie/

2 Kommentare zu „730 Tage unterwegs!

Gib deinen ab

  1. Hallo Micha, It’s nice to read your opinion again about the 2 years Pack packing. The Belgium Frites look very test-full 😉 Very nice pictures. I still like your photo’s who are very beautifull, and a nice combination about Wild Nature, Traveling , Food, People and Animals and discover the world on your way Have a nice trip further 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Heii Marleen, the French fries are carrots ^^ thank you for your nice comments over the years. Let’s salute for the next to follow 🙂

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